Tinabinao: "Wir unterstützen Windelfrei mit einfachen Handzeichen", auf Windelfreibaby

Tinabinao: „Wir unterstützen Windelfrei mit einfachen Handzeichen“

Tinabinao hat zwei Kinder. Mit ihrem Zweiten praktiziert sie Windelfrei, seit dieses drei Wochen alt ist. Zusätzlich kommunizieren sie mit Babygebärden. Dass das auch das Abhalten unterstützt und welche Zeichen sie dafür speziell verwendet, erzählt Tinabinao in diesem Windelfrei Erfahrungsbericht.

„Ich empfinde diese Art der Kommunikation als sehr intensiv“

„Bei unserer Nummer Zwei praktizieren wir ziemlich von Anfang an Windelfrei und außerdem unterstützen wir die Kommunikation zusätzlich mit einfachen Handzeichen. Das hat sich bei uns recht natürlich entwickelt, ohne Vorkenntnisse oder Lektüre. Ganz einfache Zeichen wie das Trinken an der Brust habe ich direkt ab dem ersten Tag immer begleitend mit der akustischen Frage, ob er trinken mag, gezeigt. Dass Ministöpsel diese Geste auch benutzt, ist meinem Mann zuerst aufgefallen. Das war, glaube ich, bereits mit vier Monaten. Vor kurzem habe ich eine Geste für Essen eingeführt. Beim Füttern der Beikost, habe ich immer wieder Essen gesagt und dann eine Schmatzgeste gemacht, weil ich ihm erklären wollte, dass er kauen muss. Wir hatten beide einen riesigen Spaß dabei. Die folgende Nacht war dermaßen durchwachsen, dass ich morgens um vier Uhr meinen Mann um Ablösung gebeten habe, um auch noch mal eine Mütze Schlaf abzubekommen. Direkt als mein Mann zu unserem sechs Monte altem Wusel ins Zimmer gekommen ist, gestikulierte Mopsi das Zeichen für Trinken wollen. Darauf sagte mein Mann: Mama hat sich gerade hingelegt, du kannst jetzt keine Brust haben. Darauf hat mein kleiner Held die am Tag zuvor geübte Schmatzgeste imitiert. Mein Mann hat direkt verstanden und unserem Kleinen ein Butterbrot geschmiert, das Minimann dann glücklich gemampft hat. Ich bin so perplex, wie viel er in diesem zarten Alter schon versteht und wie toll die Kommunikation klappt, dass ich mir nun doch noch Lektüre zu dem Thema besorge, weil ich einfach noch viel tiefer einsteigen möchte.

Diese Zeichen verwenden wir bislang im Zusammenhang mit Windelfrei: „Fertig = mit der Hand horizontal durch die Luft wischen“, „Pipi = auf den Schritt klopfen“ und „Großes Geschäft = das Druckgeräusch, das er macht, begleitet mit den ganzen Körper leicht anspannen und leicht angedeutet zusammen rollen“. Meistens klappt es ziemlich schnell, dass er die Bedeutung eines Zeichens erkennt. Nachgeahmt werden von ihm derzeit aber nur zwei Zeichen von allen, die wir verwenden. Oder ich habe die anderen noch nicht erkannt, das ist natürlich auch möglich. Ich habe oft das Gefühl, wenn ich mit einer Geste die richtige Frage gestellt habe, sein Bedürfnis also erkannt wurde, wirkt er direkt erleichtert und hört zum Beispiel auch auf zu meckern. Ich empfinde diese Art der Kommunikation als sehr intenisv und ich freue mich darauf, noch weitere Gesten mit dem Kleinen zu entwickeln.

Tinabinao zeigt, dass Windelfrei in erster Linie Kommunikation bedeutet. Mit Babysprache bzw. -gebärden kann eine Kommunikation zwischen Bezugsperson und Kind noch weiter vertieft werden, so wie auch bei Tinabinao und ihrem Baby.

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