Elisabeth: "Mit unseren Zwillingen kombinieren wir Wegwerfwindeln, Stoffwindeln & Windelfrei" auf Windelfreibaby, Bild: (c) Elisabeth

Elisabeth: „Mit unseren Zwillingen kombinieren wir Wegwerfwindeln, Stoffwindeln & Windelfrei“

Bevor Elisabeth zur Arbeit geht, übergibt sie ihre beiden elf Monate alten Zwillingsmädchen ihrem Mann in Stoffwindeln – zurück bekommt sie sie in Wegwerfwindeln. Denn Elisabeth und ihr Mann haben sich für ganz unterschiedliche Wickelmodelle entschieden: Sie verwendet Stoffwindeln, er greift zur Wegwerfwindel. Wie das im Alltag funktioniert und welche Rolle Windelfrei dabei spielt, davon berichtet Elisabeth in diesem Erfahrungsbericht.

„Bei uns wickelt jeder Elternteil die Kinder so, wie er es gut findet“

„Ich werde sehr oft von anderen Müttern auf die Stoffwindeln meiner Töchter angesprochen. In unserem Umkreis sieht man Stoffwindeln kaum. Die Unterhaltungen gehen dann meist in dieselbe Richtung: Die Mütter finden Stoffwindeln und / oder das Abhalten sehr gut, „aber der Papa würde da nie mitmachen“. Bei uns ist das allerdings ganz genauso und das stellt überhaupt kein Problem dar. Wir kombinieren einfach Stoffwindeln, Wegwerfwindeln und das Abhalten miteinander.

Anfangs waren unsere Zwillings-Frühchen so schmal, dass ihnen nicht einmal die kleinsten Stoffwindeln passten. Daher haben wir unseren Weg komplett mit Wegwerfwindeln gestartet. Anschließend habe ich mich entschieden, Stoffwindeln zu verwenden. Allerdings nur am Wochenende, da ich keinen doppelten Windelunfall riskieren wollte, wenn ich die Kinder meinem Mann am Nachmittag übergeben habe, um selbst in die Arbeit zu gehen. Die Windeln waren nämlich so klein, dass kaum Saugmaterial hineinpasste. Seit unsere Töchter an Gewicht zugenommen haben, wickelt derjenige Elternteil, der die Kinder hat, so, wie er es gut findet. Mein Mann hält Wegwerfwindeln für hygienischer. Für ihn sind Stoffwindeln ein Sonderweg und Wegwerfwindeln normal. In der Praxis bedeutet das, dass unsere Töchter an den Vormittagen und an den Wochenenden, wenn ich zuhause bin, Stoffwindeln tragen und an den Nachmittagen, wenn ich in der Arbeit bin, werden sie vom Papa mit Wegwerfwindeln gewickelt. Für uns ist das eine sehr faire Aufteilung. Ich wickle die Kinder mit Stoff und wasche die Windeln, während mein Mann die Kinder mit Wegwerfwindeln wickelt und den Windeleimer leert.

Als unsere Töchter fünf Monate alt waren, habe ich zusätzlich mit dem Abhalten begonnen. Anfangs habe nur ich in Standardsituationen abgehalten. Seit die beiden unser Signalwort kennen, halten nun auch wir beide Elternteile ab. Daraus ergibt sich neben der Kombination aus Stoff- und Wegwerfwindeln, dass sich unsere Töchter, meist morgens für ihr großes Geschäft, in die Toilette erleichtern. Wir sind sehr gespannt, wo uns unser Weg noch hinführen wird. Vielleicht zeigen sie uns in den nächsten Monaten noch, dass sie auch das kleine Geschäft in die Toilette erledigen möchten?“

Dieser Erfahrungsbericht stammt von Elisabeth. Sie ist als pädagogische Psychotherapeutin in eigener Praxis tätig und berichtet nebenher als Mama vom doppelten Lottchen von ihrem Familienleben zu viert auf Instagram.

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